Immer wieder gibt es (in Seminaren, unter Studenten, zwischen Studenten und Dozenten) Diskussionen darüber, wie aus linguistischer Sicht Social-Media/Web2.0-Angebote wie Facebook, StudiVZ etc. sowie die verschiedenen Texte, über die dort geschrieben werden, einsortiert bzw. bezeichnet werden können.
Ich teile die Auffassung von Luginbühl (2005, S. 426), der folgendermaßen definiert:
Bei den Neuen Medien handelt es sich also nicht um Medien, die bereits mit einer bestimmten Kommunikationskonfiguration verbunden sind (wie etwa beim Fernsehen), sondern eher um Plattformen, auf denen bestimmte Kommunikationsformen angeboten werden, in denen wiederum unterschiedliche Textsorten mit je eigenen Kommunikationskonfigurationen realisiert werden können.
Demnach ist bspw. Twitter eine Kommunikationsplattform, auf der innerhalb der Kommunikationsform Tweet (Microblogging) verschiedene Textsorten möglich sind.
Luginbühl, M. (2005). Neue Medien. In H. Burger (Hg.), Mediensprache. Eine Einführung in Sprache und Kommunikationsformen der Massenmedien. (425-61). Berlin/New York: de Gruyter.
Update: Ich vergaß zu erwähnen, dass ich mich natürlich über Diskussionen und andere Definitionen freuen würde!
Pingback: Quora